Eigenblutbehandlung (Plasma Rich Growth Factor)

Zur Verbesserung der Wundheilung verwenden wir in unserer Praxis in bestimmten Fällen das P.R.G.F.-Verfahren.

Der menschliche Organismus setzt bei Verletzungen besondere Proteine aus bestimmten Blutzellen, den Thrombozyten frei, um den Heilungsprozess einer  Wunde anzuregen. Genau diese Proteine werden bei der P.R.G.F.-Technik aus dem Blutplasma isoliert, um gezielt die Wundheilung zu beschleunigen.

Voraussetzung für dieses Verfahren ist es, dem Patienten eine geringe Menge an Blut (etwa 30ml) zu entnehmen. Nach der Aufbereitung in einer Zentrifuge kann man das an Wachstumshormonen angereicherte Plasma gezielt dort einsetzen, wo es gerade zur Heilung oder Regeneration gebraucht wird. Es lässt sich auch beispielsweise zusammen mit körpereigenen Knochenspänen und/oder Knochenersatzmaterial anwenden.

Da es sich ausschließlich um körpereigene Bestandteile handelt, ist eine Abstoßungsreaktion ausgeschlossen.

Hilfreich ist das Verfahren grundsätzlich bei allen chirurgischen Eingriffen in der Mundhöhle, insbesondere bei Patienten mit schlechter Wundheilung (z.B. Raucher, Diabetiker). Nach Zahnentfernungen kann der Knochenabbau durch den Einsatz von P.R.G.F. verringert werden. Begleitend zu Implantat- oder Parodontalbehandlungen wird mit dem P.R.G.F.-Verfahren ein verbesserter Knochenaufbau möglich.

In klinischen Studien, randomisierten kontrollierten Untersuchungen (RCT) und systematischen Reviews konnten positive Wirkungen auf den Heilungsverlauf und die knöcherne Regeneration sowie ein reduziertes Schmerzrisiko nach chirurgischen Eingriffen ermittelt werden.

( Alissa et al.,2010; Anitua et al.,2010;Arora et al.,2010;Bae et. al.,2011; Célio-Mariano et al.,2012 Mozzati et al.,2010 )

 

Zahnarztpraxis Dr. med . dent. Stefan Rattunde, M. Sc.  |  Tel: 030/3042313